Hannelore Elsner wurde im bayrischen Burghausen geboren und wuchs in München auf. Nach dem Besuch der Schauspielschule spielte sie Theater in München und Berlin, u.a. an den Münchner Kammerspielen in Dieter Giesings Inszenierung von Mrozeks ”Tango” (1966). Erste Filmrollen waren u.a. ”Die endlose Nacht” von Will Tremper und ”Ein Alibi zerbricht”.

In den siebziger Jahren wurde sie zu einer der Hauptprotagonistinnen des deutschen Autorenfilms und spielte für Edgar Reitz (”Die Reise nach Wien”, 1973), Alf Brustellin (”Berlinger”, 1975, ”Der Sturz”, 1979) oder Heide Genée (”Grete Minde”, 1979) sowie in internationalen Produktionen, u.a. in István Szábos ”Der Grüne Vogel” (1979). In den achtziger Jahren spielte sie nach der Geburt ihres Sohnes (1981) in vielen beliebten Fernsehserien wie ”Lorentz und Söhne”, ”Die Schwarzwaldklinik”, ”Mit Leib und Seele” und ”Harry und Sunny” mit.

Nach der Titelrolle in der Fernsehserie ”Die schöne Marianne” in den Siebzigern spielte sie ab 1994 ”Die Kommissarin”, obwohl sie eigentlich keine Hauptrollen in Serien mag. Es lag an der großartigen Rolle, daß sie trotzdem zusagte. Hannelore Elsner wurde dafür 1995 mit dem ”Telestar” ausgezeichnet.
Auch für andere Fernsehrollen erhielt sie zahlreiche Preise, u.a. die Goldene Kamera für ”Iwanow” (1972) und die Silberne Nymphe von Monte Carlo für ”Elsa” (1991). Im Oktober 1997 bekam sie den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland Dann kehrte sie 1996 nach 15 Jahren Abstinenz auf die Bühne zurück mit dem Solostück ”Eine totnormale Frau” von Jan Fabre. Sie hatte all ihren Mut zusammengenommen und ist ein bißchen stolz, daß sie ihr Lampenfieber überwunden und anderthalb Stunden allein auf der Bühne ihren Riesenmonolog gesprochen hat. Das Stück wurde im Frankfurter TAT aufgeführt und war sehr gut besucht.

Höchstes Kritikerlob erfuhr Hannelore Elsner auch für ihre Hörbücher, z.B. für die Lesung von Anne Sextons ”Verwandlungen” oder Olga Knippers Briefen an Anton Tschechow. Nach ”Marie Ward”,1985, gab es 1999 endlich wieder eine Kinohauptrolle. Diesmal als Schriftstellerin Hanna Flanders alias Gisela Elsner in dem Film ”Die Unberührbare”. Hierfür bekam sie im Juni 2000 u.a. den ”DEUTSCHEN FILMPREIS” überreicht und hatte die verdiente Ehre, rund um den Globus von Festival zu Festival zu jetten. Für die Rolle der Hanna Flanders wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Filmpreis, dem Deutschen Kritikerpreis, dem Bayrischen Filmpreis, dem Deutschen Videopreis, dem Preis für die beste Hauptdarstellerin auf den Filmfestivals von Chicago und Istanbul.

Weitere besonders schöne Filme mit ihr sind: ”Andrea und Marie” (1997), ”Ende der Saison” (2001, Grimme-Preis Auszeichnung) und ”Mein letzter Film” (2002), für den sie im Juni 2003 ihren zweiten Filmpreis in Gold erhielt.